Peter Elvin

MÉMOIRES TROUVÉES


18.01. bis 09.02. 2019

 

Mit den „mémoires trouvées“ stellt der überaus produktive Tiroler Fotokünstler Peter Elvin ein sehr persönliches Projekt vor. Fotografie hat ja immer zwei Möglichkeiten, zwei grundsätzliche Strategien: eine dialogische, nach außen gerichtete Sicht oder eine monologische, nach innen gerichtete Sicht.

Dieser innere Monolog, diese Reise auf der Suche nach den Quellen seiner Bilder ist diesmal seine Unternehmung. Die Bilder entstehen ja nicht im Auge, sondern in den Untiefen der grauen Zellen dahinter. Sie tauchen dort auf, durchlaufen Auge und Fotokamera, wenn diese inneren Bilder sich in der materiellen Welt um uns widerspiegeln. Und sie scheinen dem Fotografen meistens noch rätselhafter als dem Betrachter.

Was kann dieser Fundus der inneren Bilder sein, wie ist er entstanden, weshalb ist er jedem Fotografen so eigentümlich, so einzig? Es sind Erinnerungen, „mémoires“, an alle Bilder, die man gesehen hat, alle Fotografien, die Gesamtheit der visuellen Erfahrungen, und am wichtigsten: Kindheitserinnerungen und Träume.

Ein Projekt im Jahr 1997, so erzählt Peter Elvin, über „Landschaft als Selbstportrait“, sei die Erfahrung gewesen, die seine fotografische Arbeit entscheidend geprägt hat und nun in den „Mémoires trouvées“ seine Fortsetzung und Vertiefung findet. Nun, zwanzig Jahre danach, ist sein visuelles Werkzeug scharf, präzise geführt, vielfältig und umfangreich. Was er auf seiner Reise nach innen gefunden oder verstanden hat, wird nur er wissen.

Für den Betrachter aber sind seine Fotografien ein stilles, poetisches Erlebnis und ein Beispiel einer intensiven, authentischen und reifen Fotoarbeit.