Tragen Sie bitte einen Mund-Nasen-Schutz (FFP2-Maske selbst mitbringen)!

 

GERLINDE MIESENBÖCK

PERSONNE


11.02. bis 10.03. 2021

 

Die Personale zeigt sechs Projekte, in denen sich Gerlinde Miesenböck mit Identität und Repräsentation beschäftigt.

Ihre eigene Herkunft und heimatliche Zugehörigkeit thematisiert die Fotokünstlerin in den Projekten „Land_Sterben“, „Das Erbe“ und „dis_placed“. In „Land_Sterben“ geht sie dem Phänomen des „Bauernsterbens“ nach und inszeniert sich, in ein Dirndl gekleidet, in dem aufgelassenen Hof, der mehr als 200 Jahre von ihrer Familie bewirtschaftet wurde. Der elterliche Bauernhof ist auch der Ausgangspunkt des Projekts „Das Erbe“, in dem die soziale Welt der Künstlerin spürbar wird. Bruchlinien ihrer nationalen Zugehörigkeit werden in „dis_placed“ sichtbar. Gerlinde Miesenböck posiert an unterschiedlichen Orten in Europa und trägt dabei ein traditionelles oberösterreichisches Dirndl, das aus einem Heimatfilm stammen könnte.

Für das Projekt „botanica“ bittet die Fotokünstlerin ihren Freundes- und Bekanntenkreis vor die Kamera. Jede/r hält ein weißes Tuch und präsentiert davor eine Zimmerpflanze aus seiner/ihrer Wohnung. Die Ergebnisse nennt sie erweiterte Portraits, denn die Pflanze lasse in gewisser Weise Rückschlüsse auf die Person zu.

„personne“ thematisiert eine weitere Facette von Identität. Inspiriert von Skulpturen Auguste Rodins und antiken Plastiken stellt Gerlinde Miesenböck Selbstportraits her. Dabei sieht man den Körper in ein weißes Tuch gehüllt; die Stellen, die Haut zeigen würden, sind retuschiert.

Einen Schritt weiter geht die Künstlerin in „capita“. Sie arbeitet mit Reproduktionen von Gemälden und entfernt wiederum die freien Hautstellen und somit auch die Gesichter der Portraits. Übrig bleiben die Gesten, Posen und Attribute mächtiger Personen.